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Formula Student East - spannender Wettbewerb in Ungarns Hitze


29.07.2017

Der KIT17c und KIT17e zeigen erneut ihre Stärke.


Nach elf Monaten Fahrzeugentwicklung und Fertigung konnten wir uns vergangene Woche zum ersten Mal der Konkurrenz bei der Formula Student East in Ungarn stellen. Nach einer 15-stündigen Reise mit dem Bus und begleitet von einem voll beladenen 40-Tonner, sind 50 Ka-Racer Dienstagnacht über Österreich nach Örkény zum EURORING in Ungarn gefahren.

 

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des Scrutineering. So wurden beide Fahrzeuge von den Judges über mehrere Stunden auf ihre Regelkonformität und Sicherheit geprüft. Dazu gehört auch ein Test der Bremsen und der Tilttest, bei dem das Fahrzeug um 60° geneigt wird und zum Bestehen keine Betriebsstoffe auslaufen dürfen.

 

Am Freitag gab es dann endlich die ersten Punkte zu gewinnen. Hierzu gilt es noch zu erwähnen, dass  Elektro- sowie Verbrennerklasse in Ungarn zusammen gewertet wurden. Der Tag startete mit dem Designevent, in dem unsere Konzeptentscheidungen und das technische Know how bewertet wurde. Mit einem soliden 9. und 10. Platz verpassten wir nur ganz knapp die Designfinals, die Gruppe der besten acht Teams. Anschließend mussten wir eine Verkaufsstrategie für unsere Fahrzeuge im Businessplan vorstellen. Dort holte das Verbrennerteam im Finale einen starken 5. Platz, das Elektroteam den 15. Platz. Anschließend ging es weiter in der Box mit dem Cost and Manufacturing Event. Mit 94 von 100 Punkten und nur 1,2 Punkten Differenz zum 1. Patz, belegten beide Fahrzeuge zusammen den vierten Platz.

 

Das Beschleunigungsrennen, die liegende Acht (Skid Pad) und der Autocross (eine gewertete Runde eines Rundkurses) standen am Samstag auf dem Eventplan. Unser Elektrofahrzeug, der KIT17e, gewann mit einer sagenhaften Zeit von 3,541s auf 75 m das Beschleunigungsrennen. Auch das Skid Pad konnte der KIT17e für sich entscheiden. Der KIT17c fuhr die schnellste Skid Pad Zeit aller Verbrenner-Fahrzeuge. Nachdem der KIT17e auch im Autocross die schnellste Zeit einfuhr, haben wir am Samstag alle Bestzeiten nach Karlsruhe holen können.  

 

Am Sonntag kam dann endlich das Highlight eines jeden Formula Student Events: der Endurance. Dabei müssen die Fahrzeuge eine 22 km lange Strecke am Stück durchfahren. Dieser Wettbewerb stellt jedes Jahr aufs neue die Belastungsprobe für die Prototypen dar und trägt, mit einem Drittel der Gesamtpunktzahl, maßgebend zum Erfolg bei.

 

Schon die Tage zuvor hat sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Greenteam aus Stuttgart angedeutet. Nach ca. 21 Nervenzerreißenden Minuten kamen wir dann mit nur 15 Sekunden Rückstand auf die Stuttgarter ins Ziel und belegten damit den zweiten Platz. Als das Verbrennerfahrzeug dann am Ende des Tages auf die Strecke kam, hat sich auch hier die Klasse des komplett neu überarbeiteten Fahrzeug gezeigt! Mit Zeiten ähnlich denen der allradangetriebenen Elektrorennwagen fuhr unser KIT17c 13 der insgesamt 32 Runden, bevor er aufgrund einer gerissenen Schweißnaht das Rennen leider frühzeitig beenden musste.

 

Mit einem 2. Platz Overall und einem 14. Platz für unseren Verbrenner blicken wir überaus zuversichtlich auf die kommenden Events in den nächsten Wochen. Die Zeit dazwischen werden wir auch weiterhin intensiv nutzen, um auch das letzte Stück Performance aus unserem Fahrzeug und unserem Team zu holen, sodass wir in Österreich, Deutschland und Spanien auch wieder ganz vorne mitfahren werden.  









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